Wo kommt es her? Die Geschichte des Sparschweins…

• Bigbank, den 19. November 2019

Sparschwein

„Behälter aus Ton wurden früher sehr häufig zum Sparen genutzt.“

Die Geschichte des Sparschweins …

Jeder kennt es. Das Sparschwein begleitet viele seit ihrer Kindheit und vermittelt oft die erste Form des Sparens, die wir kennenlernen. Es begegnet uns in vielen Materialien, Farben und Ausführungen. Doch wo und wie ist das Sparschwein eigentlich entstanden?

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Sparen in Behältnissen bereits seit frühester Zeit betrieben wurde. Schon die Griechen und Römer nutzten dekorative Behälter, um Geld darin aufzubewahren. Historische Funde belegen dies eindrucksvoll. Eine der ältesten bekannten Spardosen wurde bei Ausgrabungen in der heutigen Türkei gefunden und stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Sie wurde in der Form eines Tempels gefertigt und besaß bereits einen Einwurfschlitz für Münzen. Aus dem Mittelalter, also zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert, findet man insbesondere aus Eisen gefertigte und mit einem Schloss gesicherte Spardosen. Es ist belegt, dass kirchliche Ordensgemeinschaften und die damaligen Zünfte entsprechende Sammelbehälter verwendeten, um darin Gelder für Bedürftige zu sammeln. Und obwohl es aufgrund der Haltbarkeit des Materials Eisenbehälter gibt, wurden für die Anfertigung von Sparbehältern auch andere Materialien genutzt. Dabei war eines der am meisten verwendeten Materialien zu dieser Zeit Ton.

Wo kommt es her? Erste tierische Funde.

In Deutschland gibt es hierzu zwei bedeutende Funde. Das erste Sparschwein wurde in Euskirchen auf Burg Schweinheim gefunden und enthielt eine Münze aus dem Jahr 1576. Es wird behauptet, dass ein Ritter, der zu dieser Zeit dort lebte, die Benutzung des Sparschweins angeregt haben soll. Spies von Büllesheim bat angeblich seine Gefolgsleute und Familie zu sparen und so für schlechte Zeiten vorzusorgen. Ein älteres aus Ton gefertigte Sparschwein wurde in Billeben im Landkreis Thüringen entdeckt. Es wird mit einem geschätzten Alter von 800 bis 900 Jahren dem 13. Jahrhundert zugeordnet und ist damit der bisher älteste bekannte Fund seiner Art in Deutschland. Es konnten jedoch keine Münzen darin gefunden werden, daher kann seine Funktion als Sparbehälter nicht abschließend bestätigt werden. Doch auch in anderen Ländern wurden Sparschweine nachgewiesen. Ein Tonscherbenfund, der in Ostjava bei einer großen archäologischen Stätte rund um Trowulan entdeckt wurde, ergab nach seiner Rekonstruktion, dass es sich um mehrere schweineförmige Sparbehälter handelte, die aus dem 15. Jahrhundert stammen. Auch im dortigen Sprachgebrauch finden sich interessante Hinweise. In Java und Indonesien bedeutet der Begriff cèlèngan in der wörtlichen Übersetzung „Ähnlichkeit mit einem Wildschwein“. Er wurde früher sowohl im Sinne von „Ersparnis“ als auch „Sparschwein“ verwendet. Letzteres findet auch heute noch seine sprachliche Anwendung. Um die Sprache – genauer gesagt die Aussprache – rankt sich die erste Theorie zur Entstehung des Sparschweins.

„Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass das Sparen in Behältnissen bereits seit frühester Zeit betrieben wurde.“

O(h)-Ton – kam es zu einer Verwechslung?

Wir bleiben im Mittelalter. Behälter aus Ton wurden zu dieser Zeit und in der frühen Neuzeit sehr häufig zum Sparen genutzt und daher auch als Bank bezeichnet. Sie erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden entsprechend häufig angefertigt. Auch wurden immer mehr Behältnisse in Form von Tieren angefertigt – darunter auch Schweine. Zu der konkreten Form des Schweins soll es aufgrund einer akustischen Verwechslung im angelsächsischen Raum gekommen sein. Denn das Wort für Ton bedeutet im Englischen „Pygg“. Es liegt bei seiner Aussprache phonetisch sehr nah am „Pig“ – dem Schwein. Eine These für die Entstehung des Sparschweins besagt, dass ein Handwerker, entweder aus kreativer Absicht oder aber aus Versehen, das Wort „Pigbank“ verstand und so einen der ersten Sparbehälter in Schweineform kreierte. Dieser fand das Gefallen der damaligen Auftraggeber und das Sparschwein wurde in seiner entsprechenden tierischen Form für das Sparen ein immer beliebteres und gebräuchlicheres Behältnis. Ein Blick nach Amerika hält eine weitere Entstehungsgeschichte des Sparschweins bereit.

Pete das Schwein. Ein kleiner Junge, ein Schwein und eine Mission

1913 bekam der kleine Wilbur Chapman aus Kansas drei silberne Dollar von einem Freund der Familie geschenkt. Es war William M. Danner, der in New York bei der Amerikanischen Lepramission arbeitete und ihm von seiner Arbeit erzählte. Wilbur wollte Kindern mit Lepra helfen und kaufte von dem Geld ein kleines Ferkel, dass er Pete nannte. Es wurde gehegt und gepflegt – auch Nachbarn und Freunde gaben Pete reichlich Futter. So wuchs Pete zu einem stattlichen Schwein heran. Wilbur verkaufte ihn auf dem Markt für 25 Dollar. Diese schickte er an die Amerikanische Lepramission. Bald erfuhren andere Kinder von Pete und wollten ebenfalls Kindern mit Lepra helfen. Doch sie konnten sich kein Schwein leisten und beschlossen, ihre Münzen stattdessen in Behältern in Schweineform zu sparen und damit zu sammeln. Bis heute werden von Kindern Sparschweine aus verschiedenen Materialien angefertigt, um damit für die Lepramission zu sammeln. Von Plastikflaschen mit Schweineohren und -nasen bis hin zu umdekorierten Pappkartons sind der Phantasie dabei keine Grenzen gesetzt. Und tatsächlich ist die Geschichte von Pete, dem Schwein für die Lepramission, historisch belegt.

Vom Sparschwein zur verzinsten Anlage

Unabhängig davon, welche dieser Entwicklungen letztlich zu einem Schwein als Sparbehältnis geführt hat: Das Sparschwein ist – neben vielen andern Formen – aus der Sparwelt nicht mehr wegzudenken. Es hilft insbesondere Kindern, die ersten Erfahrungen mit Geld und dem damit verbundenen Sparen zu machen und sie so spielerisch an die Wertigkeit des Geldes und die Idee des Sparens und Vorsorgens heranzuführen. Wird das Sparschwein nun fleißig genutzt, ist es an der Zeit, das Geld gewinnbringend anzulegen.

Sobald eine erste größere Summe angespart wurde, lohnt es sich – gerade für junge Sparer – das Geld entsprechend zu investieren. Und es zu guten Konditionen anzulegen, statt es im Sparschwein liegen zu lassen. Ab einem Anlagebetrag von 1.000 Euro kann mit der Bigbank eine Festgeldvertrag abgeschlossen werden und das angesparte Kapital erhält attraktive Zinsen für den ausgewählten Zeitraum. Ein Vorteil der Festgeldanlage ist, dass die Zinsen auf die Einlage für die gesamte Laufzeit festgelegt sind. Bei anderen Anlageformen, beispielsweise dem Sparkonto, kann eine Bank die Zinsen zwischenzeitlich anpassen. Es kann daher für einen vergleichbaren Anlagezeitraum auch zu Zinsverlusten, etwa durch die Senkung des Zinssatzes, kommen. Der Zinsertrag aus dem Bigbank-Festgeldvertrag wird hingegen garantiert und am Ende der Laufzeit ausgezahlt.

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