Sparen – warum sich ein Blick über die Grenzen lohnt!

• Bigbank, den 28. August 2018

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"Hohe Zinsen schön und gut – doch wer sein Geld verliert, hat am Ende gar nichts mehr davon."

Sparen – warum sich ein Blick über die Grenzen lohnt!

Für Sparfüchse war das Leben vor einigen Jahren noch leichter, konnten sie doch im Gegenzug für ihre Spareinlagen mindestens einen Zinssatz oberhalb der Inflationsrate erwarten. Nach derartigen Konditionen schauen sich Sparer heute allerdings oftmals vergeblich um. Selbst mit langfristigen Festgeldangeboten können sie meist kaum noch die Inflation schlagen, denn seit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank stagnieren die Zinsen auf einem Niedrigrekord. Der Wechsel zu einer Bank mit Sitz im Ausland kann Abhilfe schaffen, da die Zinskonditionen andernorts als Deutschland und Österreich häufig attraktiver sind. Grund dafür sind meist effizientere Kostenstrukturen, aber eventuell auch höhere Risiken. Daher gilt es für Anleger, aufzupassen und abzuwägen.

Was gibt es zu beachten?

Hohe Zinsen schön und gut – doch wer sein Geld verliert, hat am Ende gar nichts mehr davon. Bei der Wahl des Finanzinstituts im Ausland sollten daher drei Punkte unbedingt beachtet werden. Als erstes sind das Geschäftsmodell und die -struktur von Relevanz. Die Bigbank hat sich beispielsweise auf zwei der traditionellsten Bankgeschäfte überhaupt spezialisiert: Festgeldkonten und die Vergabe von Verbraucherkrediten. Bei der Kreditvergabe konzentrieren wir uns auf Kunden mit einem niedrigen Kreditrisiko und haben durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Risikomanagements eine enorm hohe Qualität im Kreditportfolio erreicht. Zweitens ist die Einlagensicherung wichtig. Wenn eine Bank insolvent geht, haben Kunden in der Regel noch das Recht auf einen Teil ihrer Einlagen. Die Frage ist nur: Wie hoch ist dieser Teil? Anleger sollten individuell bedenken, wie viel Geld sie bei der Bank anlegen und abgleichen, ob diese über eine entsprechend hohe Einlagensicherung verfügt. Innerhalb der EU liegt der Standard für die Europäische Einlagensicherung bei mindestens 100.000 Euro. Anleger sollten daher bei Banken außerhalb der EU vorsichtig sein und generell abwägen, ob sie Einlagen oberhalb der abgesicherten Summe bei einer Bank halten möchten.

Drittens: Falls es zu einer Krise größeren Ausmaßes kommt, bei der mehrere Banken gleichzeitig ausfallen, könnten die zu kompensierenden Einlagen die Mittel des zuständigen Einlagensicherungsfonds übersteigen. In diesem Fall könnte als letzte Instanz der Staat einspringen. Daher spielt sowohl die Stabilität des Bankensektors als auch der jeweiligen Volkswirtschaft eine wichtige Rolle. Je ausgeglichener der Staatshaushalt und je niedriger die -verschuldung des jeweiligen Landes sind, desto geringer das Restrisiko. Um dies zu überprüfen, stellen beispielsweise Bonitäts-Ratings renommierter Ratingagenturen ein wichtiges Indiz dar.

"Innerhalb der EU liegt der Standard für die Europäische Einlagensicherung bei mindestens 100.000 Euro."

Bigbank und das estnische Einlagensicherungssystem

Die Bigbank erfüllt all diese Kriterien. Als Folge der Finanzmarktkrise wurde im europäischen Bankengeschäft nach „Basel III“-Vorschrift ein Eigenkapitalanteil von mindestens acht Prozent der Risikopositionen zuzüglich Kapitalpuffer festgelegt. Die Bigbank verfügt mit ihrer aktuellen Kernkapitalquote von 23,1 Prozent (1. Quartal 2018) sogar über einen dreifach so hohen Anteil. Auch bei der Einlagensicherung sieht es gut aus für Kunden. Dem EU-Recht entsprechend steht Kunden im Falle einer Insolvenz die Rückerstattung ihrer Einlagen in Höhe von bis zu 100.000 Euro zu. Die praktische Zahlungsfähigkeit sichert die Bigbank durch ihre Zugehörigkeit zum estnischen Tagatisfond. Dies ist ein gemeinsamer Fond von acht estnischen Banken in Estland. Anfang 2018 bewies der Tagatisfond bereits seine Zahlungsfähigkeit, als er für Einlagen einer anderen estnischen Bank aufkam. Das Vermögen des Tagatisfonds wurde in der Zwischenzeit übrigens wieder mit den Mittel der nun abgewickelten Bank aufgestockt.

Ein Worst-Case-Szenario für Sparer wäre, dass gleich mehrere Banken gleichzeitig kollabieren – wie beispielsweise bei einer Finanzkrise. Diese würde im Übrigen aber auch Probleme im deutschen Bankenwesen verursachen. Dann müssen Kunden auf eine Kompensation durch die Staatskasse hoffen. Bezüglich der estnischen Finanzkraft müssen sich Anleger keine allzu großen Sorgen machen. Der baltische Staat weist mit einer Staatsverschuldung von gerade mal 8,7 Prozent des BIPs die niedrigste Verschuldungsquote innerhalb der EU aus. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die Staatsverschuldung bei 62,9 Prozent des BIPs. Außerdem befindet sich die Wirtschaft in einem Aufschwung. Das reale Bruttoinlandsprodukt stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 4,85 Prozent. Dieser Eindruck der estnischen Wirtschaft spiegelt sich auch in positiven Bewertungen von Rating-Agenturen wieder. Sie erreichen zwar nicht ganz die Spitzenwerte der deutschen Wirtschaft, sind aber immer noch sehr gut: Standard & Poor’s vergeben ein AA-, Fitch bewertet mit A+ und Moody’s Einschätzung liegt bei A1.

Im Ausland zu sparen lohnt sich also durchaus, sofern man die richtige Bank wählt. Dabei gilt die Faustregel: höhere Zinsen bedingen in der Regel auch eine höhere Risikobereitschaft. Wer aber genau kalkuliert, der kann auch in Zeiten des Niedrigzinses Zinskonditionen sichern, mit denen die Inflation zu schlagen ist – und dennoch ruhig schlafen.

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